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„Stationen der Geschichte“

Ein Stadtrundgang von Jugendlichen mit der Zeitzeugin Eva Rößner (Juni 2007)
 

Inge Auerbacher trifft Jugendliche zum Gespräch Eine Gruppe von Jugendlichen hat mit der Zeitzeugin Eva Rößner einen Stadtrundgang in Nürnberg unternommen.

Eva Rößner erzählte an verschiedenen Stationen über die Zeit des Nationalsozialismus, ihre eigene Kindheit und Jugend und über die Geschichte ihrer jüdischen Großeltern.

Der Antisemitismus und die Gesetze der Nazis hatten massive Auswirkungen auf das Leben von Eva Rößner und ihrer Familie.
 

SchülerInnen beim Erstellen der Plakate

Die Zeitzeugin Eva Rößner und die Jugendlichen an der Tafel zu den „Nürnberger Gesetzen“.  

1935 verkündeten die Nationalsozialisten beim Reichsparteitag in Nürnberg die „Rassengesetze / Nürnberger Gesetze“.

Mit diesen Gesetzen wurden jüdische Menschen, Roma und Sinti und Schwarze ihrer Rechte beraubt.

Heute erinnert eine Tafel vor dem Gebäude der Krankenkasse AOK am Frauentorgraben an die nationalsozialistischen „Rassengesetze“.
 

 
Eva Rößner galt laut „Rassengesetzen“ als „Halbjüdin“. Sie und ihr Bruder Hans wurden von den Nazis als „Mischlinge 1. Grades“ bezeichnet, weil sie jüdische Großeltern hatten. Aber die Geschwister hatten Glück im Unglück, weil sie bei dem nicht-jüdischen Teil der Familie aufwuchsen. Sie waren Einschränkungen ausgesetzt, aber sie konnten überleben.

Eva und Hans mit ihrer Mutter. Der mütterliche Teil der Familie galt als „nicht-jüdisch“.     Familienfoto mit den jüdischen Großeltern Jakob.

Eva und Hans mit ihrer Mutter.
Der mütterliche Teil der Familie
galt als „nicht-jüdisch“. 

 

Familienfoto mit den
jüdischen Großeltern Jakob.

SchülerInnen beim Erstellen der Plakate

Das ehemalige „Judenhaus“ in der Theodorstraße in Nürnberg.
 

 
Eva Rößner musste als 12-jährige erleben, wie in der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 die Wohnung ihrer Großeltern Jakob völlig zerstört wurde.

Danach zwangen die Nazis die Großeltern, in einem „Judenhaus“ zu wohnen.

Im März 1942 wurden Evas Großeltern von Nürnberg aus in das Lager Izbica in Polen deportiert. Eva Rößner erfuhr erst viel später, dass ihre Großeltern von den Nationalsozialisten ermordet worden sind.

Die Jugendlichen konnten beim Stadtrundgang die „Stolpersteine“ besichtigen, die in der Theodorstraße an Max und Therese Jakob erinnern.

"Stolpersteine" von Max und Therese Jakob

 

Dieses Projekt wurde gefördert von:
Aktion „die Gesellschafter“ der Aktion Mensch

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